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Der im Südosten Brandenburgs liegende Spreewald ist sowohl als Naturlandschaft als auch kulturhistorisch von einer Reihe von Besonderheiten geprägt. Die Region gliedert sich in die durch das Stadtgebiet von Lübben verbundenen Teillandschaften „Nördlicher Spreewald“ und „Südlicher Spreewald“. Mit etwa 3000 qkm Fläche ist der Spreewald etwas größer als das Saarland und gehört mit nur knapp 300.000 Einwohnern zu den dünn besiedelten Regionen Deutschlands. Die wenigen Spreewaldstädte haben wie Lübben (13.000) Kleinstadtcharakter. Lübbenau hat ungefähr 16.000 Einwohner, in Vetschau leben knapp 8500 und in Burg etwa 4500 Spreewälder. Die Niederlausitz-Metropole Cottbus mit 100.000 Einwohnern grenzt an die Region, ohne ihr anzugehören.

Landschaftlich ist der Spreewald durch eine in dieser Größe und Ausformung in Deutschland einzigartigen Moor- und Auenlandschaft dominiert. Der Spreewald ist einerseits durch den hier sich in viele Nebenflüsse verzweigenden Fluss Spree, andererseits durch ein System von zahlreichen künstlich angelegten, schmalen Kanälen charakterisiert.

Das Kerngebiet der Spreewald-Landschaft ist als 475 qkm großes, seit 1991 unter UNESCO-Schirmherrschaft stehendes Biosphären-Reservat besonders geschützt. Hier finden sich schätzungsweise annähernd 20.000 verschiedene Tier- und Pflanzenarten.

Die spezielle Feuchtbiotop-Situation hat im Spreewald auch die Ausprägung und Bewahrung einer ganz besonderen Kultur mitbedingt. Weite Teile des Spreewaldes gelten als Siedlungsgebiet des kleinen westslawischen Volkes der Sorben.
Die sorbische Kultur, zu der auch kulinarische Sonderheiten wie die berühmten “Spreewälder Gurken” gehören, ist neben den Naturschönheiten ein Grund dafür, dass der Spreewald nicht nur bei den Einwohnern des 100 km entfernen Berlins zu den beliebtesten Ferienzielen in den neuen Bundesländern zählt.

Besonders gut kann sich der Besucher dem unter Berücksichtigung von Naturschutzbelangen touristisch hervorragend erschlossenen Spreewald auf einer Radtour nähern. Empfehlenswert ist zum Beispiel eine Strampel-Tour auf dem weitgehend ebenen, 250 km langen „Gurkenrad-Weg“ zwischen Schlepzig und Lübben. Ein unbedingtes Muss ist eine Fahrt in einem der für die wasserreiche und straßenarme Region typischen Spreewaldkähne. Die schmalen, durch Ruderer-Muskelkraft bewegten Kähne werden auf den Kanälen und Fließen (Flüsschen und Bächen) auch für den Transport von Waren und Post (gelbe Kähne) eingesetzt. Weitere Informationen finden sich auf der folgenden Webseite. Da lohnt sich ein Besucht!

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